Wer hofft, dass Wandel verordnet werden kann, der wird enttäuscht werden.

Wandel findet statt. Sicherlich nicht von selbst, doch stetig oder eben mit gewaltigem Störfeuer.

Während in neuen Unternehmen oder ‚start-ups’ die Inspiration und die Begeisterung trägt, finden wir in großen Unternehmen eher Unbehagen oder sogar Angst vor dem Wandel.

Auch wenn Storytelling glaubhaft kommuniziert, dass es eben eine Notwendigkeit gibt für den Changeprozess im bisher erfolgreichen Unternehmen, wünschen sich der größte Teil der Mitarbeiter*innen, dass es so bleibe, wie es immer schon gewesen ist. Kleine Veränderungen ok, doch wieso denn alles hinterfragen…

Misstrauen, Demotivation oder auch Kündigungen sind die Folge. Bislang gut funktionierende Prozesse stehen still oder werden nur träge weiter bedient. Stockstarre und Unruhe breiten sich aus und motivierte, begeisterte Gestalter werden kritisch beäugt.

Wenn dieser Prozess statt mit Empathie mit Unverständnis oder Druck seitens der Geschäftsleitung oder der Führungskräfte begleitet wird, verstummt das Rumoren. Doch es ist nicht weg, sondern findet weiter im Untergrund statt.  …

Der Change-Prozess wird zäh oder scheitert.

Also, was ist aus systemischer Sicht wichtig?

Ein bislang erfolgreiches Unternehmen ist kein Start-up! Hier geht es nicht nur um die Gestaltung des zukünftigen Geschäftsmodells, sondern auch um die Würdigung der Vergangenheit oder der gegenwärtig gut funktionierenden Prozesse.

Alle Mitarbeiter*innen, die bislang zum Erfolg beigetragen haben, möchten wertgeschätzt werden und auch am zukünftigen Erfolg partizipieren.

Einen guten Vergleich gibt uns der Staffellauf. Auch hier gibt es jemanden, der ins Ziel läuft und damit den Jubel des Gelingens auf sich zieht. Doch was wäre er*sie ohne seine*ihre Vorläufer*innen?

Erst die Würdigung und Wertschätzung bringt die Wertschöpfung!

Damit Zukunft gelingt darf die Vergangenheit nicht abgewertet werden, sondern genau das Gegenteil bringt den Erfolg eine positive Grundhaltung allen gegenüber, die bisher gestaltet haben. Erst dann wird systembedingt auch die Wertschätzung des disruptiven Wandels akzeptiert und unterstützt werden.